Evidence-Based Learning at School

Gruppenarbeit zum Thema „Vererbung der Blutgruppen“

Im Rahmen der „classroom experiments“ unserer Projektgruppe habe ich die Methode „cooperative answers“ (Bereich „questioning“ auf teachinghow2s) in einer 10. Klasse erprobt.

Die Schüler arbeiteten in fünf Kleingruppen zusammen und unterstützten sich innerhalb dieser Gruppen gegenseitig bei der Bearbeitung von fünf Aufgaben zum Thema „Vererbung der Blutgruppen“. Diese unterschieden sich im Schwierigkeitsgrad und alle Schüler hatten die gleichen Aufgaben vor sich. Nach Beendigung der Gruppenarbeit gaben sie sich selbst Nummern und ich wählte zufällig eine davon aus. Anschließend präsentierte der Schüler oder die Schülerin das Ergebnis nur einer Aufgabe der gesamten Klasse.

Gruppenarbeit Blutgruppen

Gruppenarbeit Blutgruppen

Die Klasse bei der Gruppenarbeit

Die Klasse bei der Gruppenarbeit

 

Im Rahmen des Comenius Regio-Projekts wurde ich in dieser Unterrichtsstunde von einigen Projektteilnehmern hospitiert. In einem darauffolgenden Meeting bewerteten diese den Unterricht nach der Methode „two stars and a wish“ und gaben mir folgendes Feedback:

Alle bewerteten die Methode „cooperative answers“ sehr positiv („stars“). Alle Schüler wurden aktiviert und mussten an der Erarbeitung teilnehmen, da jeder für die Präsentation hätte ausgewählt werden können. Des Weiteren wurden die Auswahl der Fragen und deren differenziertes Niveau gelobt. Laut den Kollegen herrschte in der Klasse eine gute Lernatmosphäre und man konnte deutlich beobachten, dass die Beziehung zwischen der Klasse und dem Lehrer sehr freundlich ist.

Falls ich diese Methode zukünftig weiter verwenden sollte („wishes“), sollte ich unbedingt auf die Dauer der Gruppenarbeit achten. 45 Minuten wären für diese Gruppenarbeit und die Präsentation der Ergebnisse etwas zu knapp. Eventuell hätte man eine Frage weglassen oder den Schülern mehr Zeit geben können. Letzteres fällt normalerweise weg, da unser Unterricht im 45-Minuten-Takt abgehalten wird. Außerdem sollte man die sozialen Kompetenzen der Schüler, die für Gruppenarbeit wichtig sind, besser trainieren, da einige Schüler sich nur schwer in die Gruppe einbrachten bzw. einbringen konnten.

Die Methode „cooperative answers“ kam sehr gut in der „Test-Klasse“ an. Die Schüler gaben mir durchweg positives Feedback, wie z. B. „Es präsentieren nicht immer dieselben Schüler!“ oder „Jeder muss mitarbeiten und sich an der Gruppenarbeit beteiligen!“. Die Methode wurde abschließend als sehr fair bewertet.

Mittlerweile verwende ich die Methode „cooperative answers“ regelmäßig in meinem Unterricht und kann eine erhöhte Schüleraktivität bei Gruppenarbeiten feststellen.

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