Evidence-Based Learning at School

Videofeedback mit Jing

Ein wesentlicher Punkt im Lernprozess ist die Rückmeldung an den Schüler, wo er gerade steht und wie sich sein Wissen und seine Kompetenzen weiter  entwickelt haben. Dies kann zum Beispiel ein globales Feedback in Form eines bedruckten Papiers sein (auch Zeugnis genannt).

Viel öfter kommen aber individuelle Rückmeldungen ins Spiel bei denen es um konkrete Arbeitsergebnisse geht, z.B. um die Vorbereitung eines Referats, das Feedback zu einer eingereichten Übungsaufgabe, etc.

Aber wie schaut das konkret aus? In der Regel bleibt dem Lehrer recht wenig Zeit um dieses Instrument im Unterricht einzusetzen: Fragen zu einem Referat werden im Stundenwechsel oder in der Pause kurz beantwortet, Übungsaufgaben werden korrigiert zurück gegeben, vielleicht versehen mit einer kurzen Anmerkung am Ende der Aufgabe. Aber letztlich passiert es sehr häufig, dass das Feedback nicht richtig ankommt oder vom Schüler nicht an der richtigen Stelle eingeordnet werden kann. Schön wäre es, wenn sich der Lernende unabhängig von Zeitknappheit, Hintergrundgeräuschen und den Gedanken an die nächste Stunde so oft anhören könnte, wie er es nötig hat.
Schön wäre es, wenn die Lehrkraft das Feedback in Ruhe erstellen könnte und, ohne mit Blick auf die Uhr und die nächste Klasse, punktgenau zu den einzelnen Aufgabenabschnitten seinen Kommentar geben könnte. Und schön wäre es, wenn dies nach den Erkenntnissen des multimedialen Lernens erfolgen würde, also zum konkreten Abschnitt einer Ausarbeitung oder Präsentation kommt der Audiokommentar mit der gewohnten Stimme der Lehrkraft.

Schöne neue Welt? Wie sich das in vielen Fällen mit relativ geringem Aufwand erreichen lässt hat Russell Stannard, Professor an der Universität Warwick, auf dem School Forum der Online Educa in Berlin demonstriert: Voraussetzung ist, dass die Schüler ihre Arbeiten in elektronischer Form einreichen können (z.B. als Textdokument, pdf, Bilddatei per E-Mail oder über das Learning Management System) und, dass die Lehrkraft eine Software installiert hat, die es ermöglicht vom Bildschirminhalt des Computers Videoaufnahmen zu machen.
Zusätzlich ist für die Vertonung noch ein Headset oder ein integriertes Mikrofon notwendig.

Eine in Frage kommende Software ist z.B. Jing aus dem Hause TechSmith. Jing ist kostenlos und läuft auf MAC und PC. Zusätzlich bietet TechSmith allen registrierten Nutzern einen kostenlosen Online-Speicherplatz in der Größenordnung 2GB. Die Erstellung eines Feedbacks ist denkbar einfach und wird im BRN-Videokanal auf YouTube im Film  “Videofeedback mit Jing” beschrieben:
man öffnet  eine eingereichte Schülerarbeit, startet JING und bespricht die Arbeit direkt am Bildschirm. Wie kommt nun das Video zu dem Schüler? Auch hier liefert JING die Lösung: jeder registrierte Nutzer erhält wie bereits erwähnt kostenlos 2GB Speicherplatz bei screencast.com. Das fertige Video wird mit einem Klick auf diese Plattform eingestellt. Der Link dorthin wird automatisch in der Zwischenablage gespeichert, sodass man ihn nur noch in eine E-Mail an den Schüler einfügen muss. Somit ist gewährleistet, das nur derjenige das Video sehen kann, der die URL kennt. Mit dieser Methode lassen sich Einreichungen in allen möglichen Dateiformaten besprechen. Wer mehr über die Einsatzmöglichkeiten von Jing erfahren möchte, findet zahlreiche Videos zu diesem Thema auf der Homepage von Russell Stannard

Schreibe einen Kommentar